Steuervorteil

Ganz einfach Geld zurück – Bildungsurlaub von der Steuer absetzen

Wenn Dein Bildungskurs der beruflichen Weiterbildung dient, kannst Du die Aufwendungen hierfür in Deiner Steuererklärung als Werbungskosten absetzen. Folgende Kosten kannst Du uneingeschränkt geltend machen:

Ausgaben für

  • Kurs(-teilnahme)
  • Anfahrt
  • Verpflegung
  • Unterkunft

Als Voraussetzung für die steuerliche Minderung muss ein objektiv nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen Deiner beruflichen Tätigkeit und Deinem Bildungsurlaub bestehen. Das heißt durch die Teilnahme am Seminar müssen sich Deine Kenntnisse und Fähigkeiten im ausgeübten Beruf erhalten, erweitern oder sich ändernden Anforderungen angepasst haben.

So können z.B. Sprachkurse steuerlich geltend gemacht werden – aber auch ein Yoga-Kurs mit einem geeigneten didaktischen Konzept kann diese Voraussetzungen erfüllen!

Dieser kann z.B. die Anpassungsfähigkeit und Selbstbehauptung von Arbeitnehmern unter den Bedingungen des fortwährenden und sich beschleunigenden technischen und sozialen Wandels fördern – so die Begründung des Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, welches erst kürzlich bestätigt hat, dass ein Yoga-Kurs der Volkshochschule Berlin der beruflichen Weiterbildung dient (LArbG Berlin-Brandenburg vom 11.4.2019, 10 Sa 2076/18).

Bildungsmaßnahmen im Rahmen allgemeiner oder politischer Weiterbildungen, können jedoch nicht von der Steuer abgesetzt werden.

Tipps und Tricks: Was sind Werbungskosten und wie Du diese geltend machen kannst

  • Werbungskosten mindern Deine Steuerlast bei Deinen Einkünften als Arbeitnehmer.
  • Zu den Werbungskosten zählen alle Kosten, die Dir durch Deine Arbeit entstehen (z.B. für Fahrten zur Arbeit, Dienstreisen oder eben Seminare/Weiterbildungen).
  • Pauschal berücksichtigt das Finanzamt bei Arbeitnehmern 1.000 Euro Werbungskosten. Dafür musst Du nur Deine Steuererklärung abgeben, aber nirgendwo ein Kreuzchen machen oder eine Summe eintragen.
  • Wenn Du mehr als 1.000 Euro im Jahr für Deinen Beruf ausgibst, solltest Du die Werbungskostenpauschale nicht annehmen, sondern Deine Ausgaben individuell nachweisen.
  • Zähle hierzu einfach die Summe aller beruflichen Ausgaben am Ende des Jahres zusammen und trage diese im Formular “Anlage N” auf Seite 2 der Steuererklärung ein.
  • Wir empfehlen Dir beim Finanzamt in diesem Fall auch die Kursunterlagen (Kursbeschreibung/Seminarplan, Zertifizierung über die Teilnahme) und – wenn möglich – auch eine Bescheinigung des Arbeitgebers über den Nutzen der Bildungsmaßnahme einzureichen. Dies kann helfen die Sachbearbeiter von der Absetzbarkeit der Kosten zu überzeugen.
  • Tipp: Es gibt kaum gesetzliche Vorschriften zur Aufbewahrung von Quittungen/Belegen, die Privatpersonen betreffen – um auf Nummer sicher zu gehen, solltest Du die Belege dennoch 10 Jahre lang aufheben.

Hier findest Du das richtige Bildungsurlaub-Seminar für Dich.