Bildungsurlaub mit Hund – für viele klingt das nach der perfekten Idee. Gleichzeitig kommen schnell Fragen auf: Wie läuft das eigentlich ab? Welche Voraussetzungen braucht mein Hund? … Wir haben deshalb den Seminaranbieter “Let’s Flow” ein paar Fragen gestellt – damit du einen Eindruck bekommst. Vielleicht besuchst du deinen nächsten Bildungsurlaub ja dann im Doppelpack.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf bei einem Bildungsurlaub mit Hund aus?

“Ein typischer Tagesablauf während eines Bildungsurlaubs mit Hund verbindet feste Lernzeiten mit praxisnahen Aktivitäten an der frischen Luft. Nach Frühstück und gemeinsamer Morgenroutine startet der Tag mit theoretischen Seminarinhalten, die – je nach Kurstag – durch kurze Pausen und Einheiten zum Austausch strukturiert werden. Um die Mittagszeit gibt es eine längere Pause, bevor nachmittags praxisorientierte Aktivitäten stattfinden. Dabei begleiten die Hunde ihre Menschen und werden in Übungen oder Beobachtungsaufgaben einbezogen. Der spätere Nachmittag ist meist ruhiger gestaltet, häufig mit einer Entspannungsübung, bevor der Tag mit dem Abendessen ausklingt. Gegen Ende der Woche folgt eine Feedbackrunde und der offizielle Kursabschluss.

Inhaltlich und strukturell halten wir uns dabei stets an den behördlich anerkannten Ablaufplan mit klarem Fokus auf der theoretischen Wissensvermittlung – gemäß Bildungszeitgesetz.”

Brauchen Hunde spezielle Voraussetzungen, um teilzunehmen?

“An einem Bildungsurlaub mit Hund nehmen etwa fünf bis neun Hunde teil. Deshalb sollten die Tiere sozialverträglich sein  – sowohl mit anderen Hunden als auch mit Menschen. Zudem sollten Grundlagen wie „Sitz“, „Bleib“ oder „Hier“ verlässlich funktionieren und auch eine gute Leinenführigkeit ist für gemeinsame Aktivitäten und Übungen wünschenswert.

Außerdem ist wichtig, dass der Hund zeitweise allein im Zimmer bleiben kann – beispielsweise während der Essenszeiten oder einzelner Lerneinheiten. Und aus organisatorischen Gründen sollte eine Hündin während des Bildungsurlaubs nicht läufig sein.”

Bildungsurlaub mit Hund

Wie setzt ihr euer Prinzip "Lernen in Bewegung" bei euren Bildungsurlauben um?

“Bei unseren Bildungsurlauben werden unsere Seminarinhalte und die Aktivität bewusst miteinander verknüpft. Während unserer Aktivitäten können sich die Teilnehmenden über die gelernten Seminarinhalte austauschen oder persönliche Erfahrungen reflektieren. Durch das „ins Laufen kommen“ kommen auch die Gedanken in Bewegung. Der Kopf wird frei, neue Perspektiven entstehen, und das Lernen fällt leichter. Zudem schaffen unsere Aktivitäten zahlreiche Möglichkeiten, psychologische Konzepte unmittelbar erlebbar zu machen.

Die Natur selbst zeigt uns häufig, was Resilienz bedeutet. Während Übungen wie das „blinde Führen“ im Wald Vertrauen und Unsicherheitstoleranz fördern, stärkt das bewusste Setzen von Grenzen, etwa beim Verzicht auf eine besonders herausfordernde Etappe, Selbstfürsorge und Achtsamkeit. Achtsamkeitsübungen wie das schweigsame Wandern und Gehmeditationen vertiefen die Selbstwahrnehmung und laden dazu ein, den Moment mit allen Sinnen zu erleben.

Auch im Seminarraum bleibt Bewegung ein zentraler Bestandteil. Aktive und spielerische Übungen sorgen dafür, dass Theorie lebendig wird. Inhalte werden nicht nur verstanden, sondern erlebt. Zudem fördern kleine Aktivierungen zwischendurch Leichtigkeit, Konzentration und Austausch in der Gruppe. So entsteht eine dynamische Lernatmosphäre, in der Wissen in Bewegung bleibt und nachhaltig verankert wird.

Das Lernen in verschiedenen Kontexten – im Seminarraum und draußen in der Natur – hilft, Inhalte besser zu verankern. Der bewusste Kontextwechsel wirkt wie ein Tapetenwechsel für den Geist. So entsteht ein ganzheitlicher Lernprozess, bei dem Körper, Geist und Emotionen gleichermaßen angesprochen werden und die Teilnehmenden erleben, was es wirklich heißt, in den Flow zu kommen.”

Bildungsurlaub mit Hund

Sind die Seminarleiter auch gleichzeitig qualifizierte Hundetrainer?

“Unsere hundefreundlichen Wanderkursen werden von unseren psychologischen Trainer*innen gehalten. Sie sind zwar keine qualifizierten Hundertrainer*innen, haben jedoch ein Herz für Tiere.

Unsere Kurse “Ausbildung zum/zur Hundetrainer*in” werden in Kooperation mit dem Hundezentrum-Deutschland GmbH durchgeführt. Die Hundetrainer*innen verfügen selbstverständlich über die behördliche Anerkennung gemäß §11 Tierschutzgesetz. Darüber hinaus bringen sie praktische Erfahrung aus ihrer Arbeit als Hundetrainer*innen mit und haben zahlreiche Zusatzqualifikationen erworben.”

Bildungsurlaub mit Hund

Was berichten Teilnehmer nach einem Bildungsurlaub mit Hund – welche Erfahrungen bleiben besonders in Erinnerung?

“Viele Teilnehmenden berichten nach einem Bildungsurlaub mit Hund, dass sie ihren vierbeinigen Begleiter als echten Resilienzfaktor erlebt haben. Hunde spiegeln die innere Verfassung ihrer Besitzer*innen oft sehr genau, sie reagieren auf Stress, Unruhe oder Entspannung, und machen damit auf eindrückliche Weise sichtbar, wie eng Körper, Geist und Emotionen verbunden sind. Dieses Spiegeln hilft, achtsamer mit den eigenen Gefühlen umzugehen und innere Balance zu finden.

Viele beschreiben auch, dass sie über ihren Hund Selbstwirksamkeit erfahren und gelernt haben, klare Grenzen zu setzen, liebevoll, aber konsequent. Der Hund schenkt Struktur im Alltag, erinnert an Pausen und Bewegung und hilft, den Tag in einem gesunden Rhythmus zu leben.

Darüber hinaus spielt der Hund eine große soziale Rolle. Er vermittelt Nähe, Sicherheit und das Gefühl bedingungsloser Annahme. Diese Beziehung wirkt sich auch biologisch aus, da beim Kontakt mit dem Hund das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet wird. Viele Teilnehmende berichten, dass sie durch ihren Hund während des Bildungsurlaubs schnell mit anderen in Kontakt gekommen sind, gemeinsame Spaziergänge und Gespräche entstanden wie von selbst.

Mit Hund ist man automatisch viel draußen, bei jedem Wetter. Das stärkt nicht nur die körperliche Widerstandskraft, sondern bringt auch Freude und Leichtigkeit in den Tag. Hunde zeigen zudem, dass es wie bei Menschen ganz unterschiedliche Charaktere, Stärken und Schwächen gibt, was oft zu wertvollen Reflexionen über Vielfalt und Akzeptanz führt.

Viele beschreiben ihren Bildungsurlaub mit Hund als besonders verbindend und persönlich, fast so, als hätte man ein Familienmitglied dabei. Die gemeinsamen Erlebnisse schaffen Nähe, und durch das Spielen und Toben mit dem Hund entstehen viele kleine Momente von Flow, Bewegung und Lebensfreude. Auch die Begegnung mit anderen Hundeliebhaber*innen, die ähnlich denken und fühlen, trägt dazu bei, dass diese Reisen als tief berührend und nachhaltig stärkend in Erinnerung bleiben.”

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